Golfkurs

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Viele haben schon vom Schwunggewicht gehört und es wird gerne der Eindruck vermittelt, dass damit alles gesagt ist. Festzuhalten ist zunächst, dass die alleinige Angabe des Schwunggewichtes keine Aussagekraft hat, erst mit der Nennung des Gesamtgewichtes des Golfschlägers wird daraus ein Parameter zur Bestimmung der Fertigungsqualität.

Daneben ist auch das Kopfgewicht selbst und die Justierung dessen ein wichtiger Faktor für gute Golfschläger. Je nach Hersteller sind als Toleranz +/-2 bis +/-4 gr. erlaubt. Ganz schlechte Produzenten beachten gar keine Vorgabe. Beachtet man den Fakt, dass rechnerisch zwischen den einzelnen Eisen ein Gewichtssprung von 7 gr. sein muss, ist die Problematik schnell ersichtlich: die Eisen können selbst bei Einhaltung der Gewichtstoleranzen überlappen.

Beispiel für Toleranz +/-4 gr.:

Eisen 7 = soll 267 gr. = ist 263 gr.
Eisen 6 = soll 260 gr. = ist 264 gr.
Eisen 6 ist also schwerer wie Eisen 7, obwohl es eigentlich 7 gr. leichter sein müsste. Ein Gewichtsunterschied ist bereits ab 2 gr. spürbar, 4 gr. oder mehr verändern den Schläger bereits stark im Feeling.

Weight

Abb. oben: Überlappung der Schlägerköpfe im Gewicht bei schlechten Golfschlägern möglich (graue Blöcke). Präzisions-Golfschläger werden auf minimalste Toleranzen poliert (+/-0,5gr.), eine Überschneidung ist unmöglich (grüne Balken).

Doch nicht nur das Gewicht ist entscheidend, sondern auch, wie dieses Gewicht erreicht wird. In der klassischen Fertigung werden zum Gewichtsausgleich sog. Hoselgewichte in das Schaftende gesteckt (Abb. unten ROT). Dadurch stimmt zwar das Gewicht auf der Waage, es verschiebt sich jedoch auch der Sweetspot durch die Gewichtsverlagerung (grünes Kreuz zum roten Kreuz). Alles nicht weiter schlimm, wenn ALLE Schläger eines Satzes Hoselgewichte bekommen. Da sich dann der Sweetspot gleichmässig bei allen Eisen verschiebt und der Spieler sich recht schnell daran gewöhnt. Tatsache ist jedoch, dass nur einzelne Schläger eines Satzes diese Gewichte benötigen, da die anderen bereits im Gewicht stimmen. Somit müsste der Spieler jeden Schläger individuell treffen und nicht gleichmässig mittig.

Hosel

Abb. oben: das Hoselgewicht verschiebt den Sweetspot. Probleme für den Spieler.

Abb. unten: Präzisions-Golfschläger werden ohne Hoselgewichte gebaut. Dadurch gleichmässig positionierter Sweetspot.

 

 

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