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Golfschlaeger

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Golfschläger

Über die neuesten Entwicklungen in Sachen Golfschläger. Teil 1: Composite Driver

(Schlägerköpfe aus Carbon und Titan)

Driver und Fairway-Hölzer aus mehreren Materialien haben schon eine lange Vergangenheit, auch wenn die Werbung hier von “spektakulärer Neuheit” spricht und die Golfmagazine ins gleich Horn blasen. Eben diese Werbung verspricht uns nun ganz neue Weiten bei einer völlig neuen Definition der Einfachheit. Worauf wird dies gestützt? Ganz einfach: Graphite ist etwas leichter als Titan, weshalb die Krone (der obere Teil des Schlägerkopfes) aus Graphite gefertigt wird, während Sohle und Schlagfläche in Titan bleiben. Bis zu 60% mehr Gewicht in der Sohle soll so ermöglicht werden. Lassen wir diesen Punkt einmal ungeprüft, aber was bringt dem Normal-Golfer ein tieferer Schwerpunkt? Richtig: er kommt leichter unter den Ball und dieser erhält dann eine höhere Flugbahn plus mehr Backspin.

Fairwayholz

Bildlegende

Je tiefer (1) der Schwerpunkt des Schlägers ist, desto höher startet der Ball, aber es verkürzen sich die Fluglänge und der Roll.

Ist die Masse mehr in der Mitte (2) angeordnet, dann entscheidet der Loft über die Flughöhe des Balls. Weite und Roll können so optimiert werden.

Ein grundlegendes Problem vieler Golfer ist somit eliminiert: den Ball zum Fliegen zu bringen. Die gleiche Flugbahn ist jedoch auch mit einem höheren Loft erreichbar, also mit rund 16° anstatt des Driverlofts von 10°. Und Tatsache: wer damit Probleme hat, per traditionellem 10-Grad-Driver dem Golfball eine anständige Flugbahn zu bescheren, der wird auch mit einem 3er oder 5er Fairway-Holz gleichweit oder sogar weiter schlagen, als mit dem neuesten Composite-Driver. Zudem wird der Ball, der mittels 16° Loft beschleunigt wurde, erheblich stabiler fliegen und präziser sein Ziel finden, da mehr Loft auch mehr (stabilisierenden) Backspin erzeugt und weniger Sidespin (Slice/Hook). Apropos stabil: Graphite und Titan werden miteinander verklebt, was zwei Nachteile beinhaltet. Beide Materialien haben eine unterschiedliche Längenausdehnung (z.B. bei Sonneneinstrahlung!) und die Klebekonstruktion verformt sich mangels Stabilität stark im Treffmoment. Beides reduziert die Lebensdauer und kann zu Rissen führen. In unserer Reparaturwerkstatt waren bereits genügend Fälle kurz nach der Markteinführung zur Begutachtung.

Rescue

Bildlegende

Composite-Driver (I.): mit einem tiefen Schwerpunkt wird der Abschlag für den ungeübten Spieler erleichtert.

Fairway-Holz (II.) mit 14 bis 18° Loft: annähernd gleiche Flugbahn wie der Composite-Driver, jedoch mehr vorteilhafter Backspin. Dadurch stabilerer Ballflug, weniger Slice und höhere Saugwirkung (= mehr Weite).

Bleiben Sie deshalb Ihren Fairwayhölzern treu, bis Ihr Hölzer-Schwung passt. Erst dann sollten Sie sich an einen Driver wagen und zwar an einen, der für Weiten gebaut ist und nicht für einen schlechten Schwung.

Golfschläger MOI