Golfschlaeger

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Golfschläger
Marken-Golf

Teil 2: Driver und Fairwayhölzer mit Gewichtsschrauben

Wir selbst experimentierten mit einem solchen Driver im Jahre 2000, nachdem wir 1998 auf der Golfmesse in Orlandoe einen kleinen Hersteller entdeckten, der eben diese Technik anbot. Da dieser Hersteller wie gesagt “klein” war, fand er keine Beachtung, denn gut kann ja nur sein, was die Grossen vor- oder alle nachmachen. Die ersten Patente für gewichtsvariable Golfschläger stammen aus der Jahrhundertwende und hatten ihren Höhepunkt in den 60er und 70er Jahren. Die Idee scheint zunächst korrekt:

Hybridschläger

Bereits im Jahre 2000 liefen bei Marken-Golf.de die ersten Versuche eines gewichtsjustierbaren Drivers. Die Abbildung zeigt einen Prototypen. Bereits nach den ersten Tests wurde das Projekt eingestellt: keine Vorteile im Spiel.

Mehr Masse zum Schaft hin, erleichtert dem Schlägerkopf das Schliessen vor dem Treffmoment und könnte so theoretisch einem vom Slice geplagten Golfer den Abschlag etwas erleichtern. Der Fakt “mehr Masse am Schaft schliesst die Schlagfläche” hilft jedoch nur rund 60% der Slicer, bei den restlichen 40% ist das Schwungverhalten anders ausgeprägt, weshalb sich der Slice sogar noch verstärkt. Für diesen Fall (und für 60% der Hooker) haben die Schlägerköpfe deshalb auch auf der gegenüberliegenden Seite eine Gewichtsschraube.  Also sind auch die restlichen 40% zufrieden? Nein, weder die, noch die ersten 60%. Das Problem ist die Massenverlagerung  von der Mitte weg:

Das beste Ballgefühl und die maximale Präzision erreichen Sie, wenn der Massenschwerpunkt exakt hinter dem Ball liegt, also auf der verlängerten Achse des Balls. Pros bevorzugen hier die Masse direkt an der Schlagfläche, da sie dadurch den Ballflug besser “shapen” können (gewollter Draw oder Fade). Für den Normalgolfer empfiehlt sich ein Masseschwerpunkt auf der Rückseite des Schlägerkopfes, aber immer noch in Verlängerung der Ballflugbahn.

MOI-Schlägersatz

Abbildung B zeigt die optimale Position der Masse im Schlägerkopf für das bestmögliche Ballgefühl: direkt hinter dem Ball

Zeichnung A zeigt eine Massenanordnung für eine größtmögliche Fehlertoleranz gegenüber nicht mittig getroffenen Bällen

Bei Situation C (= Driver mit Gewichtsschrauben) ist ein Spielfehler einprogrammiert. Reduzierte Präzision und mangelhaftes Ballgefühl im Treffmoment.

Mit leichten Abstrichen erlaubt, ist auch eine Verlagerung der Kopfmasse an die Aussenwandung, dies aber gleichmäßig (ähnlich wie bei Cavity-Eisen). Der Masseschwerpunkt ist dann nur noch virtuell in der Mitte des Schlägerkopfes. Dadurch vergrößert sich die Toleranz gegenüber Offcenter-Treffern (nicht mittig getroffenen Bällen).

Bei den Drivern mit Gewichtsschrauben erfolgt jedoch eine einseitige Verlagerung der Masse nach links oder rechts, neben dem Verlust des Ballgefühls erzwingt man dadurch nichts anderes als einen Offcenter-Treffer mit allen daraus resultierenden, negativen Folgen.

Wer unter einem Slice oder einem Hook leidet, sollte deshalb an der Basis ansetzen und nicht die Symptome zu manipulieren versuchen - und dies auch noch mit den gänzlich falschen Mitteln.

Allerdings verwenden auch wir Schraubgewichte an Hölzern und Drivern, diese aber vor allem zur Justage des Gesamtgewichtes und zur Positionierung des Schwerpunktes.

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