Weite kann man nur bedingt (er-)kaufen
Der Driver ist der Königsschläger und mit Sicherheit der begehrteste und zugleich schwerste Golfschläger im Spiel. Die Mehrzahl der Golfer beginnt zu früh mit dem Driver: das Eisenspiel ist noch nicht perfekt, aber Weite muss um jeden Preis her. Anstatt hier zuerst die Basis zu festigen und dann relativ einfach mit den Hölzern umgehen zu können, wird lieber ertsmal ein Driver gekauft. Den Verkäufern kann dies nur recht sein.Aber: wenn Sie noch mit einem Eisen 7 keine Konstanz haben (ein Schläger, der relativ einfach zu beherrschen ist), warum sollen Sie dann mit einem Driver, der 10x schwerer zu spielen ist, Erfolg haben? Entsprechend ernüchternd ist deshalb auch die Statistik: die durchschnittlichen Drivelängen liegen im Bereich eines gut geschlagenen Eisen 3!
Problematisch sehen wir hier auch die aktuellen Driver mit Slice- bzw. Hook-Korrektur. Der (ungeübte) Spieler fühlt sich hier zunächst sicher und die Ergebnisse scheinen brauchbar, aber die Korrektur wird faktisch durch versetzte Gewichte und verschobene Winkel erreicht. Solange so ein Driver "falsch" geschwungen wird, geht der Ball gerade. Aber wehe, wenn der Golfer mal in Sachen Schwungebene und Timing das richtige macht: das Ergebnis ist nicht kontrollierbar. Wer also solche Schläger spielt, nimmt sich nach unserer Erfahrung jede Möglichkeit, einen neutralen Schwung zu erlernen.
Ergänzend sei noch angemerkt, dass die genannten Korrekturen IMMER auf Kosten der Schlagweite gehen. Minus 30 bis 80 Meter sollte man hier einrechnen.