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Das probelm in punkto Zorn liegt nich all zu sehr am Schlag, der Ihnen gerade misslungen ist oder an der Tatsache, dass Sie gerade zornig geworden sind. Das Entscheidende ist, wie lange der Zorn anhält, d. h. wie lange er in Ihrem Körper verweilt und wie er Ihr Spiel über die nächsten Löcher beeinflusst. Wie oft erleben wir, dass eine Karte durch einen Wutanfall gefolgt von einer Serie von Bogeys ruiniert wird. Um es simpel auszudrücken wird, wenn man sich aufregt, ein emotionaler Bereich des Gehirns angeregt. Dieser Bereich denkt nicht, er REAGIERT einfach nur. Fassen Sie Zorn als das Befreien des inneren “Höhlenmenschen“ auf; ärgert sich dieser Bursche, dann will er entweder davonlaufen oder stehenbleiben und kämpfen. Das ist schön und gut, wenn man einem knurrenden Säbelzahntiger gegenübersteht, nicht aber, wenn Sie einen Einmeter-Rechts-Links-Schlag über Gefälle vor sich haben. Rhythmus und Gefühl verflüchtigen sich, wenn der Höhlenmench am Steurrad sitzt. Und haben Sie den Höhlenmenschen erst einmal aus der Höhle gelassen, geht er NICHT sofort wieder ind sie zurück. Das wirksamste, mit bekannte Werkzeug zum Bändigen des Zorns ist, der befreiende Atemzug. Um wirklich wütend zu sein, atmen wir auf eine bestimmte Art, hoch und flach in der Brust. Ändern Sie Ihre Atemweise, und Sie verändern Ihren Zustand. Und so wird´s gemacht: Sagen Sie sich, dass Sie nach dem Schlagen des Shots zehn Schritte gehen und dann sämtliche Luft aus der Lunge ausatmen. Sie sorgen buchstäblich für klare Luft, und in dem Sie dies tun ist der Schlag VORBEI und ERLEDIGT. Ich schlage vor, Sie tun das, was viele Tourspieler, mit denen ich arbeite tun, und sagen das Wort “AUS”. Somit sind Sie in der Lage, Ihren geistigen Zustand zu verändern und Ihr Spiel wieder in seine Bahnen zu lenken.
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