Tipps für ein effektives Winter- und Schlecht-Wetter-Training
Auch wenn die Klimaerwärmung selbst bei uns im tiefsten Bayern für schneefreie Weihnachten sorgt, ist es doch nicht jedermanns Sache, sich bei Temperaturen unter 10°C oder strömenden Regen auf dem Golfplatz zu tummeln. Deshalb hier ein paar sehr effektive Trainings-Tipps für die warme bzw. trockene Stube:
1. Impact-Bag für weite und gerade Schläge
Statt des Impact-Bags (siehe Shop) können Sie auch einen alten Autoreifen oder ein mit Fetzen ausgestopften Sack o.ä. verwenden. Legen Sie den Sack an die Stelle, wo sonst der Ball liegt. Nehmen Sie einen beliebigen Golfschläger ... Ansprechstellung ... langsam ausholen ... langsamer Abschwung bis zum Treffmoment. Es geht hier nicht darum, den Impact-Bag zu zerstören oder wegzuschlagen, achten Sie statt dessen auf Ihre Stellung im fiktiven Treffmoment: - Schultern parallel zur Schlagrichtung? ZIEL: parallel oder noch leicht geschlossen - Hüfte bereits durchgedreht (also offen)? ZIEL: offen, mindestens parallel - Schlagblatt geschlossen oder square? ZIEL: square, tendenziell geschlossen
Optimiert wird das ganze durch grosse Spiegel, wo Sie auch die Stellung des Schlägers im Umkehrpunkt (oben) kontrollieren können.
2. Rechte-Hand-Drill gegen Slice und Inkonstanz
Machen Sie die Übung aus Punkt 1 nur mit dem rechten Arm (Rechtshänder). Ändert sich etwas in der Bewegung, im Gefühl? Die meisten Spieler machen bei diesem einarmigen Drill ALLES automatisch korrekt, machen Sie deshalb mit dem rechten Arm mehrere Trainingseinheiten. Dadurch synchronisieren Sie den Bewegungsablauf und stabilisieren das Timing.
3. Chippen im Wohnzimmer
Nehmen Sie eine alte Teppichfliese, einen Fussabstreifer oder ähnliches als Bodenschutz, knüllen Sie etwas Papier zusammen (formen Sie in etwa golfballgrosse Papierkugeln) oder nehmen Sie Verpackungs-Popcorn oder kaufen Sie sich ein paar Schaumstoffbälle (gibt es bei uns im Shop), räumen Sie das Zimmer etwas frei, stellen Sie einen Papierkorb ans eine Ende und positionieren Sie sich auf der anderen Seite. Chippen Sie Ihre Munition mit einem PW aus Ihrem Golfset in den Papierkorb. Es geht hier nicht um Weite, sondern um ein reproduzierbares Schwunggefühl.
4. Power-Training mit Haken
Besorgen Sie sich am besten ein elastisches Gymnastikband (z.B. Theraband), montieren Sie einen Haken (da ist er, der Haken) in ca. 120 cm Höhe an einer stabilen Wand. Hängen Sie das Band ein, greifen Sie die andere Seite (bereits etwas auf Zug) und machen Sie Abschwünge gegen den Widerstand des Bandes. Sie werden sehen, dass Sie automatisch die Hüften korrekt drehen und Ihr Körpergewicht mustergültig verlagern. Sie trainieren damit nicht nur eine synchrone Bewegung, sondern stärken auch genau die Muskeln, die Sie für einen Power-Drive benötigen. Optimiert kann diese Übung durch Haken in verschiedener Höhe werden. Das Band auf Schulterhöhe eingehängt hat den grössten Effekt.
5. Putten
Putten kann man immer und überall trainieren. Es gibt bereits Büro-Meisterschaften. Egal, ob Sie durch eine Allee von Korken oder an der Wandkante entlang putten, es bringt Ihnen immer etwas. Als Grundlage eignet sich so gut wie jeder Teppichboden, Ausnahme ist vielleicht ein Flokati ;-) ... als Ziel kann ein anderer Ball dienen oder ein umgelegter (leerer...) Joghurtbecher. Es muss nicht immer etwas gekauftes sein.
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