Slice

Wenn es eine Geisel der Golfer gibt, dann ist es mehrheitlich der Slice. Demzufolge reagieren auch die Hersteller und bieten diverse Wundermittel gegen den Slice an. Vom speziellen Tee über eine Beschichtung der Schlagfläche bis hin zu High-Tech-Golfschlägern gibt es nichts, was es nicht gibt.

Doch Slice ist nicht Slice. Wenn Sie nicht wissen, warum Ihr Schlag seitlich ins Nirgendwo abdriftet, ist kein Gegenmittel wirksam. Die drei Arten:

1. Sie schlagen von aussen nach innen, im Treffmoment ist allerdings die Schlagfläche geschlossen.
Kennzeichen: die Richtung der Spielspuren auf der Schlägerunterseite (verlaufen nicht im 90°-Winkel zur Schlagfläche), Divots sind schräg, nicht parallel zur Ausrichtung. Slice nur bei steilerem Loft.
Abhilfe: Schwungkorrektur. Alles andere ist Unsinn … auch Schläger mit Anti-Slice-Verstellung und extrem geschlossener Schlagfläche sollten Sie sich sparen.

2. Sie schlagen korrekt oder sogar leicht von innen nach aussen, aber die Schlagfläche ist geöffnet.
Kennzeichen: Slice bei fast allen Schlägern, Slice wird durch verschiedene Schäfte verändert.
Abhilfe: langfristig lockere Handgelenke, kurzfristig Griffänderung (nicht ratsam). Verstellbare Schläger mit Gewichtsschrauben und/oder geschlossener Schlagfläche können helfen, Sie verschenken jedoch dadurch Schlagweite.

3. Eine Mischung aus 1 und 2. Sehr fatal. Kehren Sie zurück zum Grundschwungmodell. Schwingen Sie langsam, kontrolliert und locker. Verzichten Sie auf alle Griffmodifikationen und sonstigen Fehler-Fehler-Tipps. Ihr Spiel wird an Gesamtstärke gewinnen.